Der Betrieb

Installation und Einbindung

Die modulare ISA Architektur vereinfacht nicht nur die Strukturen in der Entwicklung – sondern auch die Möglichkeiten im Test und im Betrieb. Der Grund ist der Wegfall des üblichen Deployments und der damit verbundenen Notwendigkeiten und Einschränkungen.

Ein ISA System ist kein serverspezifisches, geschlossenes Paket (z.B. .war oder .ear) sondern ein Verzeichnis mit Modulen, das außerhalb eines Web und/oder Application Servers liegt. Das Modulsystem, das diese Module als Anwendungen und/oder Dienste zur Verfügung stellt arbeitet On-Demand und benötigt daher keinen aktiven Prozess der Installation oder des Deployments.

ISA Module sind vollständig von der Middleware und der Server Hardware, die sie für eine Nutzung zur Verfügung stellt entkoppelt und können daher auch unabhängig von dieser Middleware gehandhabt werden. Zudem entfällt der Bau eines Gesamtpaketes um die Software testen oder betreiben zu können. Es reicht aus diejenigen Module zu bauen, die gerade von einer Änderung oder Neuerung betroffen sind.

Das vereinfacht nicht nur die Handhabung in der Entwicklung radikal – sondern verbessert auch die Effizienz von Continuous Integration und Delivery Verfahren – da auch diese nur noch mit relativ kleinen, einzelnen Teilen (Modulen) umgehen müssen.

Insbesondere das Hinzufügen neuer Funktionalitäten und das Beheben von Fehlern wird durch Module stark erleichtert und kann dadurch als eine kontinuierliche Aufgabe zu jeder Zeit durchgeführt werden – ohne dass dafür ein gesamtes System neu gebaut und deployed werden muss.

Die Trennung von Middleware und Anwendungssystemen bietet auch der Betriebsbasis neue Möglichkeiten der Gestaltung. Denn durch die Auslagerung der Anwendungen in Repositories können mehrere, unterschiedliche Server die selbe Anwendung zur Verfügung stellen – ohne dass diese physisch mehrfach deployed werden muss.

Umgekehrt kann aber auch ein Server ohne Aufwand das Repository wechseln – weil dieses eben kein Deployment ist, sondern lediglich die Änderung eines Verweises bzw. Links.

Grundsätzlich entsteht durch die Repository Struktur eine vollkommen frei gestaltbare Kombinationsmöglichkeit aus Anwendungen, Brokern und Servern. Eine M zu N Beziehung – bei der jedoch immer garantiert ist, dass ein Modul in einem Repository physisch tatsächlich auch nur einmal vorhanden ist – egal wie viele Server oder Broker es verfügbar machen.

Operation Infrastructure

Bei ISA unterliegt nur der JEE Service Broker dem üblichen Deployment. Da diese Komponente aber frei von jeder Fachlichkeit ist, nie geändert werden muss und auch nur ca. 60 KB klein ist – ist dieser Vorgang sehr schnell und technisch vollkommen unkritisch – unabhängig von der Anzahl der Dienste oder der Größe der Anwendungssysteme, die davon betroffen sind.

Der einfache und sichere Betrieb von Anwendungen und Diensten wird zudem dadurch erleichtert, dass mit ISA Modulen nicht mehr die Middleware Plattform verantwortlich für die Kompatibilität benötigter Komponenten und Bibliotheken ist – sondern nur noch die Module selbst. Die wiederum in der Wahl ihrer Technologien vollkommen frei sind – weil auch externe Software immer in einem Modul gekapselt ist.

So ist es auch nicht mehr notwendig externe Bibliotheken direkt in den Anwendungsserver zu integrieren um sie z.B. über Deploymentgrenzen hinweg verfügbar zu machen. Umgekehrt kann auch leicht verhindert werden, dass Anwendungsmodule direkt auf Server spezifische Technik zugreifen.

Die vollständige Trennung der Anwendung von der Middleware befreit Entwicklung und Betrieb von ihrer technologischen Abhängigkeit und schafft so für beide Sicherheit und freie Bewegungsräume um ihren jeweils spezifischen Anforderungen gerecht werden zu können.